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Seitenaufrufe : 133108| IM PORTRÄT (14) Katja Murasch |
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| Samstag, den 28. Januar 2012 um 09:50 Uhr |
IM PORTRÄT (14) Katja Murasch – Energiebündel mit vier ComebacksEin Wiedersehen mit der HSG Kleenheim wird es morgen für Pirates-Torfrau Katja Murasch geben. Wobei hinter ihrem Einsatz noch ein kleines Fragezeichen steht (siehe auch "Weber: Ruhig Blut").
Im zarten Alter von fünf Jahren hatte Katja Murasch (neben Bulic und Gahn dritte "Vornamensvetterin" im Team) bei den Minis der TSG Frankfurter Berg erstmals zum Handball gegriffen. Als ballbegeistertes Kind eiferte sie ihren handballaktiven Eltern nach – als eine der Kleinsten und Jüngsten im Team zunächst im Feld!
Fußball & Schwimmen"Irgendwann mal hatte dann unser Torwart den Ball an den Kopf bekommen und fiel verletzt aus – daraufhin setzte ich mich gegen die anderen durch und bin ins Tor", erinnert sie sich, die früher parallel zum Handball Fußball gespielt und leistungsorientiertes Wettkampfschwimmen betrieben hat. Im ersten C-Jugend-Jahr wechselte sie zu TuS Nieder-Eschbach, nach zwei weiteren Jahren nahm sie ein Angebot des TV Lützellinden an. "Das war natürlich für die Eltern eine ziemliche Fahrerei zu Training und Spiel, aber da wir insgesamt vier Mädels aus dem Frankfurter Umkreis waren, konnte sich immer abgewechselt werden", schmunzelt die "Piratin" mit der "1" auf dem Trikot. Auch als A-Jugendliche war sie noch Lützellindenerin, bis sie eine Pause einstreute: "Ich hatte die Ausbildung zur Friseurin begonnen, die ich dann aber abbrach – zudem fehlten mir in jener Phase Zeit, Elan und Motivation" – aber nur für ein Jahr: "Dann spürte ich, dass es nicht ohne Handball geht. So schloss ich mich 2003 Landesligist SG Kleenheim II an. Bis ich dann schwanger wurde und Andrej bekam." Der heute Siebenjährige hat‘s ebenso wie Mama mit dem Ball, schwört aber auf Fußball. Wieder war dann ein Jahr ohne "Handball aktiv" herum, und wieder kehrte sie zurück – allerdings vom TV Lützellinden an den damaligen Regionalligisten HSG Mörfelden-Walldorf ausgeliehen. Lange sollte Katja dort das Trikot nicht tragen – nur für vier Monate, ehe sie im Training einen Kreuzbandriss erlitt. Erneut wartete eine lange Pause auf die 1,76 m große Torfrau, die nach mehr als einem Jahr Regeneration ihr neuerliches Comeback dann bei der SG Kleenheim I (Regionalliga) gab – keine so erfreuliche Phase: "Nee, es lief nicht wirklich prickelnd, ich hatte nur wenige Einsätze, mit dem Trainer war es auch nicht das Beste. Ich wollte fast schon mit Handball aufhören", erinnert sie sich – aber sie besann sich anders. Katja Murasch ging zurück zur TSG Frankfurter Berg in die Bezirksoberliga – und versuchte es als Feldspielerin. "Es war einfach der Reiz, mal was anderes auszuprobieren", umschreibt sie den Wechsel aus dem Tor ins Feld, der ihr "riesigen Spaß bereitet" hatte. Die Bezirksoberliga sollte für Katja aber nur Durchgangsstation sein. Eines Tages erhielt sie einen Anruf der aus der 2. Bundesliga abgestiegenen TSG Ober-Eschbach, damals von Andreas Kalman trainiert. Katja kam, sah – und sagte zu. "Ich kam mit dem Team super zurecht, habe mich sehr, sehr wohl gefühlt – und das tue ich auch heute noch", erzählt sie, die in der Saison 2009/10 zum zweiten Mal Mama (von Sohnemann Milan) wurde, aber auch das anschließende vierte Comeback, "das erneut körperlich große Anstrengung erfordert", super gemeistert hat und jetzt mit den "Pirates" die 2. Liga anpeilt. "Mal langsam", lacht die in Frankfurt wohnende Mittzwanzigerin, die von ihrem Mann Michael (33), früherer Oberliga-Fußballer, jede nur erdenkliche Unterstützung erhält ("Wenn er auch mit Handball nicht allzu viel am Hut hat, so leckt er doch immer meine Wunden"), "unser Platz 1 kann sich ebenso beflügelnd wie belastend auswirken. Wir wollen so lange wie möglich die Tabellenspitze verteidigen. Von da vorne muss uns erst mal einer wegstoßen!" Studio & MädelsabendWobei sie den 1. FC Köln auf Dauer als einzig konstanten Widersacher einstuft – "wenn‘s auch noch ein, zwei weitere Teams gibt, die uns mal für ein Spiel piesacken können". Von Beruf (Verkäuferin), Familie und Handball restlos ausgelastet, so bleibt dennoch Zeit für den einen oder anderen Besuch im Fitnessstudio und "unseren Mädels-Abend, bei dem wir uns abwechselnd gegenseitig bekochen". Katja hat noch zwei jüngere Schwestern: Jasmin (23), ehemalige Volleyballerin des TV Kalbach, und Nicole (19), nach ihrer Ober-Eschbacher Handballzeit mittlerweile den Kasten der TSG Frankfurter Berg hütend. gg |









