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| Samstag, den 12. November 2011 um 08:10 Uhr |
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Michele Hörr – Allrounderin mit Zweitligaerfahrung
Für sie, die das "Pirates"-Trikot mit der "11" drauf trägt, kommt für das morgige Duell beim Tabellendrittletzten PSV Recklinghausen (zuletzt mit 20:31 vom Tabellenvorletzten Borussia Dortmund II vermöbelt) dennoch nur eins in die Tüte: "Ein Sieg, und sonst nichts!" Dass die 1,67 Meter große "Michi", wie die in Darmstadt beschäftigte Steuerfachangestellte gerufen wird, irgendwann einmal zum Handball greifen würde, war eigentlich nur eine Frage der Zeit. "Meine Eltern Ute und Werner, meine Oma, mein Opa, die Onkels – alle haben sie Handball gespielt. Für mich gab‘s als kleines Mädchen da gar nichts anderes, als von mittags bis abends in der Halle zu sein", sagt die gebürtige Erbacherin. Auch ihre ein Jahr ältere Schwester Laureen, mit der sie vieles gemeinsam unternimmt, steht auf Handball, war ehemalige Hessenauswahl-Spielerin und ist derzeit für die FSG Odenwald in der Bezirksoberliga am Ball. Der Einzige, der aus der Art geschlagen und kein Handballer sei, ist Jan, ihr 30-jähriger Halbbruder. Als sechsjähriges Mädchen war es dann für Michele so weit: bei den Minis des TSV Kirch-Brombach hatte sie sich zum Handball angemeldet. "Bis ich eines Tages mal den Ball gegen den Kopf geworfen bekam und ich erst einmal mit Handball wieder aufgehört habe", erinnert sich "Michi". In der D-Jugend fasste sie neuen Mut und stieg beim TSV wieder ein, spielte dann Bezirks- und Hessenauswahl, in der sie damals auf ihre heutigen Teamkolleginnen Mandy Rauch und Tina Beckmann treffen sollte. In der Saison 2006/07 wechselte unsere heutige "Porträt-Piratin" zur HSG Bensheim/Auerbach in die 2. Bundesliga, feierte dort auch die deutsche Meisterschaft im Länderpokal. 2007 zog sich die 21-Jährige am rechten Knie einen Kreuzbandriss zu, drei Jahre später passierte ihr am linken Knie dasselbe Malheur. Als "Michi" wieder fit war, spielte sie in Bensheim "nur" noch in der 2. Mannschaft, ehe es mit ihrem damaligen Trainer "zu Differenzen kam und ich für mich beschloss, den Verein zu wechseln". Katja Gahn, ihre jetzige "Mitpiratin" und damalige Bensheimer Mannschaftskameradin, steckte ihr, sie wolle ebenfalls ihre Zelte im Odenwald abbrechen und werde sich der TSG Ober-Eschbach anschließen. Der Rest erklärt sich von selbst. Ihren Wechsel zu den "Pirates" bereut "Michi" bis auf den heutigen Tag nicht im Geringsten: "Es läuft einfach super! Trainer, Mannschaft, Gemeinschaft, Erfolge – alles passt." Sie sieht ihr Team nicht nur jetzt, sondern auch noch am Saisonende unter den ersten drei der Tabelle: "Wobei ich den 1. FC Köln und Roude Leiw Bascharage als schärfste Konkurrenten erwarte." Die Stärken von Michele Hörr auf dem Platz: Sie ist eine echte Allrounderin, kann auf Kreismitte, Linksaußen und Rechtsaußen spielen. gg
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Michele Hörr







