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GEFÄHRLICHES LOB Drucken
Freitag, den 27. Januar 2012 um 08:35 Uhr

Jeder wird gerne gelobt, da macht die TSG keine Ausnahme. Wir freuen uns über die Anerkennung die wir im Moment bekommen. Da wir uns als Gesamtwerk sehen, darf  vom Helfer über Management, Trainerteam und Mannschaft jeder einen Teil für sich beanspruchen. Die Lebensweisheit lehrt jedoch, dass in Erfolgsphasen die meisten Fehler gemacht werden und Lob auch vergiftet sein kann. Realitätsverlust, Überheblichkeit, Selbstzufriedenheit sind bekannte Stolpersteine für nachhaltigen Erfolg.

Gerhard Döll zu dieser Thematik "wir werden sehr aufmerksam beobachten wo sich evtl Unebenheiten einschleichen. Wir sind  am Anfang unseres Weges und können erst in geraumer Zeit sehen wie stabil unsere Prozesse sind. Die Situation ist für viele Beteiligte inkl Spielerinnen Neuland und sie müssen lernen damit umzugehen. An Unterstützung soll es nicht fehlen und Erfolgsdruck vom Management gibt es ohnehin nicht." Spätestens wenn gegnerische Formulierungen vor Spielen kommen wie " die können sich nur selbst schlagen" müssen alle roten Warnlampen angehen. Übersetzt heisst dies dann - wir reden die ein bisschen grösser, machen uns damit ein bisschen kleiner, werden sie schlagen und stehen dann in den Augen der Betrachter als Sensationsteam da. Zum Saisonstart war Kleenheim einer der großen Meisteschaftsfavoriten. Hatte man doch aus der Konkursmasse des Zweitligisten TV Mainzlar in der Rückrunde zwei Spielerinnen übernommen und 3 Abgänge mit 4 Zugängen teilweise mit Zweitligaerfahrung kompensiert. Also blieb ein Team mit geballter Zweitligaerfahrung. Gerade jetzt kam zur Rückrunde mit Bepler vom Bundesligisten Bad Wildungen erneut eine Spielerin mit Qualität. Trainer Cojokar ist in einer für Drittligaverhältnisse überdurchschnittlich komfortablen Situation 2 Spielerinnen gegen die TSG sogar auf die Tribüne setzen zu müssen. Nicht vergessen ist das Hinspiel auf Augenhöhe das Keenheim knapp mit einem Tor verlor. Inzwischen trennen beide Teams in der Tabelle 8 Punkte und 3 Plätze. Das TSG Team hat beim Erfolg über Köln erneut unter Beweis gestellt, dass es mit besonderen Situationen umgehen kann. Das Derby in Kleenheim werden unsere Mädels mit gewohnter Gewissenhaftigkeit und mannschaftlicher Geschlossenheit angehen. Mit 475 erzielten Toren haben unsere Mädels die höchste Trefferausbeute und 82 Tore mehr als der Gegner erzielt, der auf eine stabile Abwehr bauen kann. Am unserem Trefferreigen haben sich viele Spielerinnen maßgblich beteiligt, sicher ein Vorteil was die Berechenbarkeit angeht. Da es keine taktischen Geheimnisse gibt wird ohnehin die Tagesform entscheiden. Trainer Ecki Weber, einst selbst in Kleenheim tätig, kann über den ganzen Kader verfügen. Gemeinsam mit dem Team ist es gelungen nach dem Erfolg gegen Köln, schnell den Fokus auf das kommende Spiel zu richten. Alle Beteiligte wissen ja, das dieses Spiel im Moment das einzig Wichtige ist und ein Blick darüber hinaus aberwitzig wäre.

 

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